Cotidianul - Rumänien | Mittwoch, 4. Februar 2009
Rumänien erhält energiereiches Gebiet im Schwarzen Meer
In einem 40 Jahre alten Territorialstreit zwischen Rumänien und der Ukraine hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag Rumänien den größeren Anteil eines energiereichen Gebiets im Schwarzen Meer zugesprochen. Für die Tageszeitung Cotidianul ist das Urteil mit großen Vorteilen verbunden. "Wenn die Schätzungen über die Naturressourcen aus dem entsprechenden Gebiet des Schwarzen Meeres sich als einigermaßen realistisch erweisen, ... dann gewinnen wir nicht nur ökonomisch, sondern auch geopolitisch. ... Die intelligente Gewinnung der Ressourcen könnte uns in die glücklich Lage versetzen, dass wir von Moskau und auch von den Pipelines, die durch die Ukraine führen, unabhängig werden. ... Wenn die Regierung dann auch noch, wie geplant bis 2014, die Reaktoren 3 und 4 im Atomkraftwerk Cernavoda bauen lässt, werden wir in der Lage sein, Energie an europäische Nachbarstaaten zu liefern, die rohstoffärmer sind. Das geschieht vor dem Hintergrund, dass die Europäische Kommission eine Investition von fünf Milliarden Euro angekündigt hat, die sie in die Energie-Vernetzung der Mitgliedstaaten stecken will, eben um den Gas-Erpressungsversuchen des Ostens zu entkommen. Diese Situation versetzt uns in eine privilegierte Lage innerhalb der EU."
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