Delo - Slowenien | Mittwoch, 4. Februar 2009
Regionalwahlen im Irak kein positives Zeichen
Die Tageszeitung Delo schreibt, die Regionalwahlen im Irak seien kein Zeichen für eine Normalisierung der Lage im Land. "Die relative Ruhe am Tag der Regionalwahlen haben den falschen Eindruck hinterlassen, dass der Krieg vorbei sei und sich die Lage 'normalisiert' habe. Eine derartige Betrachtung der Dinge kann gefährlich sein und dazu führen, dass die geostrategischen Verhältnisse verleugnet und die hunderttausenden zivilen Opfer ignoriert werden. ... Der irakische Bürgerkrieg ist noch nicht beendet. Der amerikanische Rückzug, dessen Folgen unvorhersehbar sind, hat erst begonnen. Mindestens eine halbe Millionen Menschen wurden im Krieg getötet; fünf Millionen wurden obdachlos. Die Wirtschaft, das Schulsystem und das Gesundheitswesen sind zusammengebrochen. Die Sicherheitskräfte, unter deren Mitgliedern man auch viele ehemalige und aktive Aufständische findet, sind schwach. Extreme Auslegungen des Islam - in dem ehemals weltlichen Staat - finden immer mehr Anhänger. Regionalwahlen? Augenwischerei für diejenigen, die unbedingt gute Nachrichten aus der Region hören möchten."
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