Rzeczpospolita - Polen | Mittwoch, 4. Februar 2009
Benedikt XVI. vemeidet das Thema nicht
Im Streit um die Rehabilitierung von Richard Williamson macht sich die konservative und deutschlandkritische Tageszeitung Rzeczpospolita für Benedikt XVI. stark: "Es ist nicht verwunderlich, dass die Deutschen in der Frage der Holocaust-Leugnung empfindlich sind. Man kann auch die Sensibilität der deutschen Regierungschefin [Angela Merkel] für die Empfindlichkeiten der Juden verstehen - und auch ihre Beunruhigung darüber, dass ausgerechnet einem Papst aus Bayern vorgeworfen wird, den Dialog zwischen der katholischen Kirche und dem Judentum zu beeinträchtigen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Frau Kanzlerin der Stimme eines Großteils der deutschen Medien gefolgt ist. Sie hat den Papst daran erinnert, einen klaren Standpunkt in der Frage der Holocaust-Leugnung zu beziehen. Aber stimmt das so? Auf seiner Generalaudienz am 28. Januar hat Benedikt XVI. über seine Solidarität mit den Juden gesprochen, über die Notwendigkeit, der Shoah zu gedenken, und über seine Besuche in [dem Konzentrationslager] Auschwitz. ... Kann man jetzt noch sagen, der Vatikan habe das Thema 'Leugnung des Holocaust' vermieden?"
» zum ganzen Artikel (externer Link, polnisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Religion, » Polen
Alle verfügbaren Texte von » Piotr Semka
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 4. Februar 2009