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La Repubblica - Italien | Dienstag, 10. Februar 2009

Berlusconi hat den Tod politisch missbraucht

Laut dem Chefredakteurs der links-liberalen Tageszeitung La Repubblica, Ezio Mauro, hat mit dem Ende der Koma-Patientin Eluana Englaro der Leidensweg Italiens begonnen. Er kritisiert Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der mit seinem Eingreifen die Verfassung unterminiert habe: "Es ist erbärmlich, den Tod für politische Zwecke zu missbrauchen. Es ist eine Schande, den Staatspräsidenten [Giorgio Napolitano] auf das Terrain von Leben und Tod zu zerren, weil er die Pflichten des Verfassungshüters erfüllt hat. Es ist demütigend, den Verfall der Politik mit anschauen zu müssen. Es ist beunruhigend, die wahre Seele der Rechten entdecken zu müssen, grausam und wild in der Gier nach absoluter Macht, jeden Staatssinn missachtend, respektlos den Institutionen gegenüber, mit Ausnahme des Parlamentspräsidenten Gianfranco Fini, der sich klar distanziert hat. Mit der Instrumentalisierung einer nationalen und familiären Tragödie, mit dem finsteren Echo derjenigen, die den Tod in Politik verwandeln wollen, hat gestern die gefährlichste Phase der jüngsten Geschichte Italiens für das Schicksal der Republik begonnen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 10. Februar 2009

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