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Le Monde - Frankreich | Montag, 15. Mai 2006

Eric le Boucher über das gefährliche Zögern der Europäer

"Europa fehlt es dramatisch an politischer Führung", stellt der Journalist Eric Le Boucher fest. "Derzeit trägt weder Brüssel noch eine andere Hauptstadt das Projekt. Daher rührt das weit verbreitete Gefühl, dass nichts geht, solange die drei großen Länder des Kontinents - Deutschland, Frankreich und Italien - nicht bei sich aufräumen. Die historischen Motoren Europas sind kaputt und sie ziehen ganz Europa in ihre Krise mit hinein. Man muss zehn, vielleicht fünfzehn Jahre warten, bis diese Länder ihre Rolle wieder übernehmen - solange wie es dauert, bis diese Länder Reformen durchgeführt, ihre Wirtschaft wieder in Schwung gebracht und die Arbeitslosigkeit gesenkt haben, damit sie aus ihrer Lähmung erwachen und eine neue politische Klasse entsteht, die pro-europäisch und mutig ist."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 15. Mai 2006

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