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Gazeta Wyborcza - Polen | Mittwoch, 18. Februar 2009

Entspannung beim Streit um Vertriebenenzentrum

Die Nominierung der in Polen umstrittenen Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach für den Stiftungsrat des geplanten Vertriebenenzentrums in Berlin hat für Verstimmungen zwischen Polen und Deutschland gesorgt. Laut der polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza soll Steinbach nun doch nicht entscheidend beim Museum gegen Vertreibungen ["Sichtbares Zeichen"] mitwirken. "[Dem außenpolitischer Berater der polnischen Regierung Władysław] Bartoszewski ist zugesichert worden, dass der Einfluss der Chefin der Vertriebenenverbände auf das Museum der Vertriebenen 'Sichtbare Zeichen', das die deutsche Regierung in Berlin bauen will, begrenzt bleiben wird. Das ist eine Wendung im seit zehn Jahren andauernden Streit darüber, wie die Deutschen der Nachkriegsdeportationen ihrer Landsleute gedenken dürfen. Wenn man Steinbach zuhört, dann hat man den Eindruck, dass nicht die Deutschen den Krieg erklärt hätten, sondern die Polen und die Tschechen - die eigentlichen Opfer des Nazismus - die Peiniger gewesen sind. Angela Merkel hat vielfach versichert, dass beim 'Sichtbaren Zeichen' die Geschichte nicht umgedeutet wird. Jetzt klingen ihre Worte noch glaubwürdiger."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 18. Februar 2009

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