Correio da Manhã - Portugal | Dienstag, 17. Februar 2009
Domingos Amaral über die Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise
In seinem Gastbeitrag in der Tageszeitung Correio da Manhã malt der Journalist Domingos Amaral ein schwarzes Bild der Wirtschaftskrise und analysiert deren Auswirkungen. "Die Besorgnis erregende Originalität dieser Wirtschaftskrise liegt darin, dass sie gegen die in Wirtschaftshandbüchern vorgeschlagenen traditionellen Lösungen immun zu sein scheint. In der Vergangenheit haben Krisen uns beigebracht, dass die Zentralbanken die Leitzinsen senken müssen und die Regierungen mehr investieren müssen, um die Krise zu bewältigen. Dies wurde in letzter Zeit gemacht. ... Doch die Krise ist wie ein Auto, das im Sand steckt und dessen Räder sich immer tiefer vergraben. Die Wahrheit ist frustrierend: Heutzutage sind Regierungen und Zentralbanken nicht dazu fähig, die weltweite Krise zu kontrollieren. Die finanzielle Globalisierung hat ein internationales Monster geschaffen, das kein Land zähmen kann. Das Monster ist ein gigantisches Feuer, das weiterhin brennt und die Wirtschaft erstickt. Seine Wut führt zu immer mehr Arbeitslosen und einer größeren Frustration, die kurzfristig alles in Frage stellen kann: den internationalen Handel, den Euro, das soziale Europa, politische Regime und Parteien, wer weiß, sogar die Demokratie."
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