Der Standard - Österreich | Freitag, 20. Februar 2009
Nato in Afghanistan - neuer dreißigjähriger Krieg
Angesichts der unverändert schwierigen Sicherheitslage in Afghanistan richtet sich die Nato auf einen lange und noch stärkere Anwesenheit ihrer Truppen dort ein, schreibt die Tageszeitung Der Standard: "Die Atlantische Allianz schickt sich nun an, ihre Kriegsstrategie zu korrigieren. Mehr Soldaten sind notwendig, aber nicht die Lösung, lautet der Befund; widersprüchlich auf den ersten Blick, spiegelt er aber doch nur wider, was bisher im Afghanistan-Feldzug falsch lief . … Mehr Soldaten und eine andere Strategie: David Petraeus, der amerikanische Oberkommandierende, will auf Afghanistan übertragen, was ihm zuvor im Irak halbwegs gelang. Keine Bombenkampagnen, aber massive militärische Präsenz; aus den Stützpunkten heraus gehen, den Kontakt mit der Bevölkerung suchen, Vertrauen gewinnen - 'viele Tassen Tee trinken', wie Petraeus meint. Möglich, dass er Erfolg hat. Aber es wird nur ein halber Sieg sein. Pakistans Stabilisierung und die Zurückdrängung der Talibanverbündeten sind eine noch viel schwerere Aufgabe."
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