De Standaard - Belgien | Donnerstag, 26. Februar 2009
Die Welt wartet auf Obama
Bei seiner ersten Rede vor dem Kongress zeigte sich der US-Präsident als der alte Barack Obama des "Yes, we can", schreibt die Tageszeitung De Standaard: "In Krisenzeiten lauert immer die Gefahr des Populismus. Der erlag Obama nicht. Er machte sehr deutlich, dass er die Wut über die Banker versteht, die die Krise mit ihrem unverantwortlichen Verhalten mitverursacht haben, und die jetzt mit Steuergeldern gerettet werden, während Menschen ihre Arbeit verlieren und ohne soziales Netz auf der Straße stehen. ... Aber Obama erlag nicht dieser Wut. ... Die USA stehen vor der Wahl: Das System reparieren und sich mit der immer weiter wachsenden Kluft zwischen Reich und Arm abfinden oder eine sozialere Gesellschaft aufbauen. ... Die Krise trifft die ganze Welt. Und das Risiko von Protektionismus und entgleistem Nationalismus ist nicht unvorstellbar. Es sei denn, irgendjemand macht einen Entwurf für eine neue internationale Zusammenarbeit. Obama versteht, dass sich die 'Augen aller Menschen' auf die USA richten. Aber darüber hinaus blieb er eher vage. Schade, denn sehr lange kann die Welt nicht warten."
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