Figyelő - Ungarn | Freitag, 27. Februar 2009
Der Westen hat den Osten im Stich gelassen
Das Wirtschaftsblatt Figelõ reflektiert über eine Aussage des ungarischen Oppositionschefs Viktor Orbán, wonach Westeuropa Ostmitteleuropa in der Krise im Stich gelassen habe: "Orbáns Bedenken sind berechtigt. Der wirtschaftliche Protektionismus ist fürwahr schädlich und ein schlechtes Rezept, um der Krise Herr zu werden. Ganz zu schweigen davon, dass er in einer globalisierten Wirtschaft auch wenig sinnvoll ist. Wenn die 'französischen' Autohersteller aus Tschechien und der Slowakei wirklich nach Frankreich zurückkehren würden, so wie es Präsident Nicolas Sarkozy populistisch verlangt, wer würde die verteuerten Autos dann eigentlich noch kaufen? ... Es wäre falsch, den Ausweg aus der Krise in einem wirtschaftlichen Nationalismus und in der Gegenüberstellung der Nationalstaaten zu suchen. Vielmehr ist nun ein gesamteuropäisches Vorgehen gefragt."
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