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Gândul - Rumänien | Montag, 2. März 2009

Grenzen der Solidarität

Die Tageszeitung Gândul meint, dass die Solidarität der EU bei Osteuropa aufhört: "Die osteuropäischen Staaten werfen den westlichen Staaten Protektionismus vor - eine Praxis, die 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zu einer neuen Teilung des Kontinents führen könnte. Es ist jedoch nicht die Rede von einem traditionellen Protektionismus mit Zollgrenzen, ... sondern von einer neuen, subtileren Form, die durch die Hintertür kommt. Er zeigt sich vor allem im Finanzsektor, wo Regierungen neue Finanzmittel zuschießen oder Banken kapitalisieren und die Nutznießer zugleich verpflichten, das Geld im Land zu halten oder einheimische Produkte zu konsumieren. ... Wenn es schon schwierig ist, einen Österreicher davon zu überzeugen, mehr Geld auszugeben, um einen anderen Österreicher vor der Arbeitslosigkeit zu retten, dann ist es noch schwieriger, wenn nicht unmöglich, ihn dazu zu bringen, dass er dasselbe für einen Rumänen oder einen Tschechen tut. Die Krise zeigt auch diesmal, dass es Grenzen der Solidarität gibt: Jenseits der nationalen Grenzen, so meinen Politiker und Durchschnittsbürger, gehe es nicht mehr um ihre eigenen Interessen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. März 2009

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