Corriere della Sera - Italien | Dienstag, 3. März 2009
Die Börsen-Panik beenden
Die liberal konservative Tageszeitung Corriere della Sera sieht den Hauptgrund für den erneuten Einsturz der Börse in allgemeiner Panikmacherei: "Wir kommen aus der Krise nicht heraus, solange die Aktien in den USA nicht steigen. ... Um die Märkte wieder flüssig zu machen und panikfreie Preise wiederzusehen, müssen die Investoren zurückkehren. In dieser Hinsicht waren die letzten zwei Wochen der Obama-Politik verheerend. ... Das Gerede von der Verstaatlichung der Citigroup hat die Aktien um 22 Prozent sinken lassen. Die Verstaatlichung erschreckt in Amerika aus anderen Gründen als in Europa, wo man sich vor politischer Einflussnahme fürchtet, ... sie erschreckt, weil die staatliche Intervention in das Banken-Kapital die vorherigen Teilhaber ausdünnen und folglich den Wert ihrer Aktien senken könnten. ... Es scheint fast so, als ob das Team Obama nicht begreifen wolle, dass das wichtigste Ziel der Operationen kein finanzielles ist. Es geht nicht darum - oder zumindest nicht in erster Linie - die Bilanzen der Banken zu retten, sondern der Panik ein Ende zu machen."
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