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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 17. Mai 2006

Montenegro entscheidet über seine Unabhängigkeit

Michael Martens erklärt, warum der Ausgang des Referendums über die Unabhängigkeit Montenegros völlig offen ist: "Zwar gilt als sicher, dass am Sonntag eine relative Mehrheit für die Unabhängigkeit stimmen wird, doch die Verfechter der staatlichen Eigenständigkeit sind auf die Stimmen der muslimischen Bosniaken und der teils muslimischen, teils katholischen Albaner angewiesen, weil die EU ein Quorum von 55 Prozent der abgegebenen Stimmen durchgesetzt hat." Bosniaken und Albaner, die 17 Prozent der Bevölkerung ausmachen, seien überwiegend für die Unabhängigkeit von Serbien. "Bei der Mehrheitsbevölkerung ist die Stimmung dagegen nicht so eindeutig: Es gibt viele, die sich als Montenegriner und Serben zugleich betrachten... Besonders unter den in Serbien lebenden Montenegrinern ist die Haltung verbreitet, dass zwar nicht jeder Serbe ein Montenegriner, aber jeder Montenegriner ein Serbe sei."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 18. Mai 2006

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