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Der Standard - Österreich | Dienstag, 23. Mai 2006

Montenegros Unabhängigkeit

Von der Unabhängigkeit allein kann noch keiner leben, kommentiert Adelheid Wölfl und sieht die EU jetzt in der Pflicht: "Montenegro und vielleicht bald dem Kosovo steht die Ernüchterung noch bevor. Der Wunsch nach Unabhängigkeit wird nicht mehr den Blick auf die tatsächlichen Probleme verstellen. Und die Bindung an Serbien kann dann nicht mehr als Vorwand für Reformstau und Entschuldigung für Korruption aller Art herhalten. Wenn das große Jubeln über die erlangte Souveränität verhallt ist, werden die lokalen Politiker wohl auch für die schnöde Alltagspolitik in die Verantwortung genommen werden. Genau hier ist Brüssel gefragt. Wichtig ist etwa, dass nach dem Zerfall Jugoslawiens auf einer pragmatischen Ebene eine verstärkte Annäherung zwischen den Nachfolgestaaten entsteht. Vor allem, um die Wirtschaft zu stärken."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 23. Mai 2006

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