Der Standard - Österreich | Montag, 23. März 2009
Rücktritt von Ungarns Premier ist Symptom der Demokratiekrise
Die österreichische Tageszeitung Der Standard sieht den angekündigten Rücktritt des ungarischen Premiers Ferenc Gyurcsány als Symptom einer drohenden Verwerfung in Osteuropa und warnt vor einer Demokratiekrise: "Dass diese Krise ohne extreme politische und soziale Spannungen vorbeigehen kann, klingt illusorisch. In Ungarn haben die Aufmärsche der rechtsextremen Ungarischen Garde schon bisher für Furore gesorgt. Hinter der Garde steht eine rechtsradikale Partei, die auf Zuwächse hoffen kann. Es ist höchste Zeit, dass die demokratischen Kräfte erkennen, dass diese Krise sich von der Finanzwelt auf die Realwirtschaft und von dort auf die Politik ausbreitet. Manche Staaten trifft diese Entwicklung härter als andere. Vor allem in den osteuropäischen Transitionsländern könnte die Wirtschaftskrise zu einer Demokratiekrise werden. Ungarn ist so ein Fall."
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