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De Morgen - Belgien | Mittwoch, 1. April 2009

Geld kann in falsche Hände geraten

Die USA haben auf der internationalen Afghanistankonferenz in Den Haag eine neue Strategie präsentiert: mehr Militär, aber auch mehr Geld für den Wiederaufbau. Man wolle ein zweites Vietnam verhindern, meint die Tageszeitung De Morgen: "Dennoch stellt sich die Frage, auf welche Weise europäische Länder wie Belgien verantwortungsbewusst zum Wiederaufbau von Afghanistan beitragen können. Die vergangenen sieben Jahre haben bewiesen, dass es keine gute Idee ist, militärisch mitzumachen: die Nato-Offensiven lösen vor allem zusätzliche Gewalt und Unsicherheit aus. Aber auch mehr Entwicklungsgeld ist eine gefährliche Option. Wer einem gescheiterten Staat Geld gibt, muss sich darüber im Klaren sein, dass dieses Geld sehr wahrscheinlich in die falschen Hände gerät. Der beste Beweis hierfür ist die unglaubliche Verurteilung des jungen Journalisten Pervez Kambaksh, der vom Berufungsrichter zu zwanzig Jahren Haft verurteilt wurde, weil er einen Text über Frauenrechte verbreitet hatte. Bevor man einem solchen Staat Geld gibt, muss man zweimal nachdenken."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 1. April 2009

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