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La Repubblica - Italien | Montag, 29. Mai 2006

Benedikt XVI. in Polen

Der Schriftsteller Marco Politi geht in seinem Kommentar auf die Papstrede im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau ein. "Aus dem Herzen der Finsternis hat Benedikt XVI. die herzzerreißende Frage gestellt: Wo war Gott in Auschwitz? Eine dramatische Frage, die der deutsche Papst mit der ihm eigenen intellektuellen Kraft und Feinheit angeht... In Auschwitz, dem symbolischen Ort des Holocausts, ... hat der Papst nicht vom Antisemitismus gesprochen, der die Jahrhunderte der Geschichte wie Gift durchzieht... Aber bis zu welchem Punkt kann Ratzinger den christlichen Antijudaismus ausklammern, der den Hass genährt und zur Endlösung geführt hat? Es wäre ein Fehler, bei einer Person vom intellektuellen Format Ratzingers, seine Rede zu vereinfachen. Man täte ihm Unrecht, wenn man den Nuancen seiner Einlassungen wie denen seiner Auslassungen keine Aufmerksamkeit schenken würde."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 29. Mai 2006

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