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Dnevnik - Slowenien | Donnerstag, 2. April 2009

Hladnik Milharčič über die aktuelle Weltordnung

Der slowenische Journalist Ervin Hladnik Milharčič macht sich in seiner Kolumne in der Tageszeitung Dnevnik über die aktuelle Weltordnung Gedanken: "Was ist nur aus dem Zusammenstoß der Zivilisationen geworden? Vor einem halben Jahr noch war die Welt kurz davor, von Terroristen zerstört zu werden. Der Planet stand in seinen letzten Atemzügen. Doch waren es geordnete Verhältnisse. Auf der einen Seite war die Zivilisation, auf der anderen die Muslime. Wir befanden uns in einem Krieg ums Überleben. Und plötzlich war alles Still. Ende des Konflikts. Wer hat gewonnen? ... Der Krieg gegen den Terrorismus war im Kontext des Zusammenstoßes der Zivilisationen eine ernste Sache. Wie ist es möglich, den weltweiten Krieg einfach aus dem Vokabular zu streichen? Vor allem angesichts der Tatsache, dass Polizeistationen im Irak weiterhin in die Luft gesprengt werden, Terroristen in Pakistan Polizeiakademien besetzen und die Taliban in Afghanistan soviel Opium erzeugen, dass aufgrund der niedrigen Preise für Heroin Russland und der Iran langsam zugrundegehen. Es sieht fast so aus, als hätten die Islamisten und ihre Gegner eine gemeinsame Sprache gefunden. Der Krieg gegen den globalen Terrorismus wird [indes] weiter geführt, doch nun heißt er: Kampf gegen die weltweite Wirtschaftskrise."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 2. April 2009

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