Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Montag, 6. April 2009
Kim Jong Ils Lied aus dem All
Der Staatschef der Volksrepublik Nordkorea Kim Jong Il habe die militärischen Muskeln seines Hunger-Staates spielen lassen, schreibt die Tageszeitung Neue Zürcher Zeitung mit Blick auf den nordkoreanischen Raketentest. "China, ohne dessen wirtschaftliche Hilfe Kim Jong Ils Regime und dessen geschundener Staat wohl kaum überleben könnten, markiert jeweils Zurückhaltung, wenn es hart auf hart zu gehen droht im Atomstreit. ... Ähnlich verhält sich Russland. Im bisherigen Verlauf der Sechsparteiengespräche haben Nordkoreas Dialogpartner nie entschlossen an einem Strick gezogen. Damit gewährten sie Kim Jong Il immer neuen Spielraum für gefährliche atomare Eskapaden. Am Tag des jüngsten nordkoreanischen Raketentests träumte der amerikanische Präsident [Barack] Obama in Prag von einer atomwaffenfreien Welt. Ein schöner Traum. Doch Kim Jong Il wollte im All ein anderes Lied anstimmen. Es sollte ein Regime lobpreisen, das die atomare Option zur Grundlage seiner Politik gemacht hat."
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