Postimees - Estland | Donnerstag, 9. April 2009
Unruhen könnten Kommunisten nützen
Die Tageszeitung Postimees vergleicht die Situation in Moldau mit der Lage in der anderen "Weinrepublik" Georgien. Zwar hätten internationale Beobachter die Wahlen in Moldau nicht weiter beanstandet, es habe aber auch an einer wirklichen Debatte gefehlt: "Vielleicht nützen die Unruhen den Kommunisten sogar. Denn sie ermöglichen ihnen, die gesamte Opposition als Vandalen und Rowdys abzustempeln. Diese Partei hat nach dem Zerfall der Sowjetunion nie wirklich für einen freien Informationsfluss gesorgt. Und eine geistige Befreiung der Menschen hat ebenso wenig stattgefunden wie es die Grundlage für eine offene Debatte gibt. Darin liegt auch der Hauptunterschied zu Georgien: Dort wurde zweimal die politische Elite ausgewechselt, sowohl in den 90er Jahren als auch 2003, und die Unzufriedenheit mit Präsident [Michail] Saakaschwili wirkt eher wie ein Kampf um den Thron."
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