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Die Presse - Österreich | Dienstag, 14. April 2009

Deutsche halten an Opel fest

Die US-Bürger sähen einer möglichen Insolvenz von General Motors (GM) gelassen entgegen, die Deutschen nicht, schreibt Die Presse: "Also ist jetzt auch eine Insolvenz von GM kein Tabu mehr. Das Aushängeschild der US-Wirtschaft vor dem Konkursrichter? Aber ja, wir haben keine Zeit für Nostalgie. 76 Prozent lehnen weitere Staatshilfen ab. ... Die Deutschen, als Dichter und tiefe Denker, sehen das freilich anders. Fast schon metaphysisch: Sie halten Opel - seit 80 Jahren nicht mehr als eine GM-Marke - für irgendwie unabhängig von der moribunden Mutter. Mit einem Hauch Poesie: Ein Ölscheich möge kommen, als Retter in der Not. Und eingefärbt in Schwarz-Rot-Gold: Opel sei so stolz und systemisch, dass der Staat es auf jeden Fall retten muss - auch wenn er damit den Markt verzerrt und auf Dauer mehr Arbeit vernichtet als schafft. Der Druck auf [Bundeskanzlerin] Angela Merkel steigt, mit dem Wahlkampf naht die Unvernunft."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 14. April 2009

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