Correio da Manhã - Portugal | Mittwoch, 15. April 2009
Die Welt soll Banker und Politiker statt Piraten jagen
Statt den Piraten vor der Küste Somalias, sollte den Bankern und Politikern der Kampf angesagt werden, so Domingos Amaral in der Tageszeitung Correio da Manhã: "In einer Welt, die an Terroristen gewohnt ist, die Flugzeuge in Gebäude stürzen, fällt es schwer die Piraten von Somalia als barbarisch zu bezeichnen. Bislang haben sie niemanden getötet. Sie haben Schiffe gekapert und Lösegeld gefordert. Nachdem das Lösegeld bezahlt ist, geben sie die Schiffe samt Besatzung zurück. Deshalb habe ich mich mich angesichts der weltweiten Kampagne gegen die Piraten gewundert. Laut Captain America Barack Obama muss gegen sie kämpft werden. Während er seine neue US-Außenpolitik startet und sich mit Iranern, Russen und der Hamas versöhnt, musste er einen neuen Feind finden. Statt andere Piraten zu bestrafen, die viel schädlicher für die Welt sind, wie unverantwortliche Bankverwalter und andere Bösewichte wie Politiker, sind die USA und die Welt dazu bereit, eine paar Anarchisten aus Somalia niederzuschlagen."
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