Der Tagesspiegel - Deutschland | Donnerstag, 30. April 2009
Hinterm Horizont geht's weiter
Die EU-Osterweiterung vor fünf Jahren habe der historischen Verantwortung für den Kontinent Rechnung getragen, meint Der Tagesspiegel: "Die Erweiterung der Union Richtung Osten sollte ökonomisch unterstützen, was zuvor militärisch durch die Nato-Ausdehnung gesichert worden war. Russland hat beides jeweils im Vorfeld als Bedrohung empfunden. Die wirtschaftlichen Vorteile für das eigene Land hat Moskau inzwischen verstanden, denn der gewachsene Wohlstand in Mittelosteuropa hat natürlich auch die Handelsströme nach und von Russland aus gestärkt. Für neue Erweiterungen, wenn man einmal von Kroatien absieht, gibt es in den Bevölkerungen der meisten EU-Staaten zurzeit keine Unterstützung. Aber dass es hinterm Horizont weitergeht, dass Wirtschafts- oder gar Assoziierungsabkommen mit Weißrussland, der Ukraine und mit Georgien nächste, aber nicht letzte Schritte sein werden, ist kaum noch bestritten."
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