Sme - Slowakei | Donnerstag, 30. April 2009
Deutschland schottet sich weiter gegenüber Osteuropäern ab
Deutschland wird nach einem Beschluss seiner Regierung den Arbeitsmarkt bis 2011 gegenüber den mittel- und osteuropäischen Staaten, die vor fünf Jahren der EU beigetreten sind, geschlossen halten. Die liberale Tageszeitung Sme kritisiert das: "Ein Teil der deutschen Wähler wird sicher zufrieden sein, dass der eigene Arbeitsmarkt geschützt bleibt und dürfte das bei den [Parlaments-] Wahlen honorieren. ... Aber nicht nur der EU-Sozialkommissar Vladimír Špidla hält die Befürchtungen vor einer Flut von Arbeitskräften für übertrieben. Und auch wenn deutsche Politiker nicht gerne darüber reden - ihr Land hat längst an Attraktivität für Migranten verloren. Die Einwandererzahlen aus der Türkei, Italien oder Russland gehen schon lange zurück. Bis 2020 muss Deutschland mit einem Rückgang der Bevölkerung im produktiven Alter um 2,5 Prozent rechnen. Ohne die Zuwanderer wird diese Zahl bei 6 Prozent liegen. Ohne die Einwanderer wird es Deutschland schwer haben."
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