Népszabadság - Ungarn | Montag, 4. Mai 2009
Ákos Szilágyi über die Leugnung des Holocaust
Der Dichter und Essayist Ákos Szilágyi reflektiert in der Tageszeitung Népszabadság über die geistige Haltung, die den Holocaust leugnet: "Wird jemand nach Auschwitz seiner menschlichen, staatsbürgerlichen und persönlichen Würde beraubt, ist dies gleichbedeutend mit einem potenziellen Lebensentzug. Wer also Auschwitz leugnet, der leugnet auch die Welt nach Auschwitz, was wiederum heißt, dass er ... bereit ist, Auschwitz zu wiederholen. All dies ist keine Spekulation, die auf logischen Schlüssen basiert. Ihre Grundlage ist jene katastrophale historische Erfahrung, die die europäische Kultur in ihren Grundfesten erschüttert hat. ... Die Auschwitzlüge, oder mit anderen Worten: Die Tilgung des rabenschwarzen Planeten namens Auschwitz vom historischen Himmel Europas ist nichts anderes als eine Annäherung an die infernalischen Möglichkeiten, die in unserer Kultur schlummern."
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