Der Standard - Österreich | Donnerstag, 8. Juni 2006
Die Rolle Europas im Anti-Terrorkampf der CIA
"Der europäische Zeigefinger gegen die Antiterrorstrategie der USA sollte nun lieber eingezogen werden", meint Adelheid Wölfl. Der Untersuchungsbericht "bietet nicht nur einen detaillierten Einblick in konkrete Fälle, er zeigt das Spinnennetz der Zusammenarbeit europäischer Behörden mit der CIA, das bereits unter der Clinton-Administration aufgebaut wurde. Und er geißelt die Säumigkeit europäischer Nationalstaaten, den Vorwürfen tatsächlich nachzugehen... Mazedonien etwa negiert kategorisch die Beteiligung an der Entführung des deutschen Staatsbürgers Khaled El Masri, obwohl kein Fall besser dokumentiert ist. In Rumänien gab es keine parlamentarische Untersuchung zu den CIA-Flügen und dem Verdacht, dass es Verhörzentren gegeben haben könnte. Und in Polen war man trotz mehrmaliger Aufforderung nicht einmal in der Lage, Flugdaten zu bestimmten CIA-Jets zu finden."
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