Der Standard - Österreich | Donnerstag, 14. Mai 2009
Konsumenten profitieren von Intel-Entscheidung
Die Strafe für Chipersteller Intel zeige, dass die EU-Kommission globalen Unternehmen auf Augenhöhe begegnen könne, meint die Tageszeitung Der Standard: "Wichtig ist vor allem, dass sich die EU-Wettbewerbsbehörde den Ruf erarbeitet hat, auch die größten Konzerne der Welt nicht besonders zimperlich zu behandeln. Gäbe es die Kommission nicht, wer könnte mit den globalen Branchenriesen auf Augenhöhe und mit den nötigen Werkzeugen in der Hand verhandeln? Die nationalen Wettbewerbsbehörden wären mit Intel, Microsoft, den Handynetzbetreibern und ihren frechen Roaminggebühren gnadenlos überfordert. Die Konsumenten profitieren davon, dass sich die EU-Kommission als Wettbewerbswächter Respekt verschafft hat. Vielleicht ein kleiner Ausblick auf das, was die EU auch politisch erreichen könnte, wenn nationale Egoismen endlich zurückstehen würden."
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