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Figyelő - Ungarn | Freitag, 15. Mai 2009

Joschka Fischer über den Zusammenhang von Wirtschafts- und Klimakrise

Der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer warnt in der Wirtschaftstageszeitung Figyelő vor einer Klimakrise. Er fordert eine grüne Revolution globalen Umfangs: "Das Bild des schwarzen Schwans ist in der aktuellen Krise zum Symbol für das völlig Unerwartete, für das Unmögliche geworden, das aber dann doch eintrifft und die Welt auf den Kopf stellt. ... Es gehört wohl zum menschlichen Wesen, die Möglichkeiten großer Krisen zu verdrängen oder wenigstens zu verharmlosen. ... Dabei kann den nächsten schwarzen Schwan bereits heute jeder sehen! Aber das Erlebnis von schwarzen Schwänen erweist sich als erstaunlich lernresistent. Obwohl die heute lebenden Generationen innerhalb von zwanzig Jahren mit zwei völlig unerwarteten Jahrhundertkrisen konfrontiert wurden, erlaubt man sich gegenüber der bereits heute absehbaren und in ihren Folgen noch weitaus schlimmeren Klimakrise, eine schockierende kollektive Verdrängung. Dabei böten die Verknüpfung der Antworten auf die Weltwirtschaftskrise und die Weltklimakrise einen Ausweg aus beiden. Die Antworten dazu sind bereits heute bekannt. ... Woran es mangelt ist die strategische Weitsicht und das entschlossene Handeln der wichtigsten politischen Akteure."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 15. Mai 2009

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