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Cotidianul - Rumänien | Mittwoch, 20. Mai 2009

Cristian Pirvulescu über das Modell der Sozialen Marktwirtschaft

Der Politikexperte Cristian Pirvulescu schreibt in der Tageszeitung Cotidianul über das Modell der Sozialen Marktwirtschaft, das sich in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert hat: "Damals wurde das Modell des sozialen Europas geboren: eine Versöhnung zwischen den marktwirtschaftlichen Mechanismen und den sozialen Bedürfnissen, die eine Chancengleichheit sichern sollte. Eben deshalb haben die Neoliberalen aller Parteien es attackiert. Die Wirtschaftskrise hat die Richtung der europäischen Politiker verändert. Die Christdemokraten haben ihre alte Öffnung hin zu einer sozialen Marktwirtschaft wiedergefunden, die sie aufgrund ihrer bis vor einem Jahr bestehenden neoliberalen Wut aufgegeben hatten. Das Erbe von Ludwig Erhard, dem Bundeswirtschaftsminister unter [dem deutschen Nachkriegskanzler Konrad] Adenauer, das sich auch am Modell der sozialen Marktwirtschaft orientiert hat, ist wieder sehr wertvoll. Nur für die rumänischen Populisten - vor allem für die Konservativen und weniger für die Christdemokraten - bleibt die neoliberale Rechtsgläubigkeit immer noch die wichtigste Doktrin. ... Was für Europa gilt, scheint offenbar nicht gleichfalls gut für Rumänien zu sein. Denn die rumänische Politik ist von dem Gewinner besessen, der alles an sich reißen muss. Und der ruiniert jeden Hauch von Demokratie und provoziert eine Kaskade von Ungleichheiten."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 20. Mai 2009

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