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Corriere del Ticino - Schweiz | Mittwoch, 27. Mai 2009

Alfonso Tuor über die Metamorphose der Krise

Alfonso Tuor beschreibt in der liberalen Tageszeitung Corriere del Ticino Verschiebungen in Folge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise. "Die Wirtschaftskrise erfährt eine weitere Metamorphose. Das Epizentrum liegt nun auf der Staatsverschuldung der westlichen Länder. ... Weil aber die Schulden (der Banken) nicht getilgt sind, sind nun die Staaten gefährdet, deren Haushaltsdefizit aufgrund der Kosten der Rettungsmanöver für die Banken und der Programme zur Wirtschaftsbelebung und vor allem aufgrund des Einsturzes der Steuereinnahmen durch die Rezession explodiert. ... Es stellt sich die Frage, ob die wachsende öffentliche Verschuldung, die Washington und London betreiben, nicht zu einer Senkung des Kurses von Dollar und Pfund und somit zu einer Inflation führt. ... Da sich die US-amerikanische Wirtschaft heute in der Deflation befindet und eine enorme Quantität nicht genutzter Produktionskapazitäten vorhanden ist, kann Inflation nur durch eine starke Abwertung des Dollars geschaffen werden. Das käme einer weiteren Verlagerung der Kosten der Krise auf die anderen Länder gleich und brächte nicht nur große Risiken des Protektionismus mit sich sondern auch das Wachsen der internationalen Spannungen."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 27. Mai 2009

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