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La Stampa - Italien | Donnerstag, 28. Mai 2009

Politik der ausgestreckten Hand funktioniert nicht

In der liberalen Tageszeitung La Stampa schreibt Enrico Bettiza, dass die Kriegsdrohung Nordkoreas die US-Politik der ausgestreckten Hand in Frage stellt: "Es mag sein, dass der kranke Tyrann die Atom-Schilder als Teil des trüben Nachfolgekriegs erhebt, der seinem Lieblingssohn Kim Jong-Un den Weg zur Macht ebnen soll. Wie dem auch sei: Die Ungewissheiten, die die Schachzüge des skandalösen David umgeben, sind so unendlich wie die Machtlosigkeit des Goliath und der internationalen Gemeinschaft, sie zu entschlüsseln und ihnen zuvorzukommen. ... Was den [US-] Präsidentschaftsnovizen [Barack] Obama angeht, kann man wohl sagen, dass sich die Atomfrage nun im Zentrum seiner Außenpolitik befindet. Zu dem koreanischen Skandal, der noch mehr symbolische als reale Bedrohung ist, kommen noch das weitaus brenzligere Klima in Pakistan mit seinem von den Taliban bedrohten Atomarsenal hinzu sowie der Iran mit seinem verbohrten Streben, eine Atommacht zu werden. Die Politik der ausgestreckten Hand scheint nicht zu funktionieren, wenn Uran und Plutonium auf dem Spiel stehen."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 28. Mai 2009

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