Večer - Slowenien | Mittwoch, 3. Juni 2009
Obama darf seine Wahlkampfversprechen nicht brechen
Nach Meinung der slowenischen Tageszeitung Večer ist US-Präsident Barack Obama ein Pragmatiker: "Eins ist klar: Obama wird vor allem versuchen, die zahlreichen Spannungen zwischen dem Westen und der islamischen Welt zu glätten, die sein Vorgänger George W. Bush verursacht hat. Das ist nicht nur für das Miteinander zweier Religionen und Kulturen wichtig, sondern auch für das globale Miteinander und die Sicherheit. Obama mit seinen muslimischen Wurzeln hat sich in den vergangenen Monaten als Pragmatiker erwiesen. Wenn er den Konflikt nicht beseitigt, so wird er ihn wenigsten nicht vertiefen. Doch auch Obama hat sein Problem. Auch wenn öffentlich nicht darüber geredet wird, so nimmt ihm ein Großteil der Muslime übel, dass er sein Wahlkampfversprechen zur sofortigen Schließung des Gefangenenlagers von Guantánamo Bay gebrochen hat. ... Sollte er auch sein Wahlkampfversprechen über den Truppenabzug der US-Armee aus dem Irak bis Mitte 2010 brechen, dann war sein ganzer Pragmatismus umsonst."
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