Dnevnik - Slowenien | Montag, 15. Juni 2009
Ahmadinedschad will Iran um jeden Preis ruhig halten
Zum Ausgang der Präsidentschaftswahlen im Iran schreibt die slowenische Tageszeitung Dnevnik: "Die Menschen, die beim ersten Reformversuch mitgemacht haben, das Regime unter der Leitung des Präsidenten [Mohammed] Chatami zu ändern, fürchten jetzt, dass auch die formalen Prinzipien der Demokratie begraben sind. Der Verdacht auf ein gefälschtes Wahlergebnis ist zu stark, als dass die strengen Bräuche des iranischen Regimes dem demokratischen Willen des iranischen Volkes zugeordnet werden können. ... Die Antwort des Staates auf das Misstrauen stand im Einklang mit dem Ergebnis. Versammlungsverbote, Handy-Verbote, Demonstrationsverbote, Beschränkungen von Internetzugängen und die Zerschlagung von Demonstrationen. Am Samstag Abend roch es in Teheran nach brennenden Autos und Tränengas. Am Sonntag Morgen ging wieder alles seinen gewohnten Gang. [Präsident Mahmud] Ahmadinedschad verspricht, dass der Iran auch weiterhin ein ruhiges Land bleiben werde, und das um jeden Preis."
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