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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 22. Juni 2009

Europa braucht Reformer

Europa brauche jetzt aktive Reformer, schreibt die linksliberale Süddeutsche Zeitung mit Blick auf das neue irische Referendum: "Die wichtigste Herausforderung, vor der die Europäische Union steht, ist ihre Re-Europäisierung. Denn nur wenn es gelingt, die neuen Mitgliedsländer davon zu überzeugen, dass die europäische Idee mehr ist als nur die Abwesenheit von Krieg verbunden mit einer gewaltigen Umverteilung von Steuermitteln zu ihren Gunsten, und nur wenn die alten europäischen Länder auf den Pfad der Integration zurückgebracht werden, nur dann wird die EU groß und zugleich stark werden. … Selbst wenn er um Jahre zu spät kommt, kann der Vertrag von Lissabon bei den erforderlichen Rettungsarbeiten dennoch entscheidende Dienste leisten. ... Helfen freilich wird das alles nur, wenn sich vor allem die großen Länder auf ihre europäische Berufung besinnen. Doch Berlin, Paris, Rom, Madrid und London kümmern sich derzeit vornehmlich um sich selbst und richten sich im europäischen Status quo ein. Es ist absurd: Nach zehn Jahren ist die Reform der EU greifbar nahe. Doch Europa sind die Reformer abhanden gekommen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 22. Juni 2009

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