Népszabadság - Ungarn | Donnerstag, 25. Juni 2009
Internationale Akteure hoffen auf Scheitern der iranischen Revolution
Gábor Miklós meint in der linksliberalen Tageszeitung Népszabadság, dass viele internationale Akteure das Scheitern der iranischen Protestbewegung begrüßen würden: "Das kurzzeitige Aufflammen der Revolution im Juni hat die Welt nicht verändert. ... Die russische Presse etwa zeigte von Beginn an Unbehagen. In den vergangenen Tagen mündete dieses Unbehagen mehrfach in der Aufstellung der folgenden These: Der Westen sei auch dieses Mal mit einer 'bunten Revolution' gescheitert. ... In weiten Teilen der arabischen Welt gab es selbstredend ein Aufatmen. ... Die westliche Öffentlichkeit hat die Ereignisse im Iran mit großer Spannung und Empathie mitverfolgt. Ich hege dennoch den Verdacht, dass die westlichen Regierungen erleichtert sind, seit der Aufruhr an Schwung verloren hat. ... Ein Bürgerkrieg im Iran hätte die Preise für Erdöl und Erdgas in astronomische Höhen getrieben. Ganz zu schweigen von den sicherheitspolitischen Unwägbarkeiten, die mit einem im Chaos versinkenden militärisch hochgerüsteten Iran einher gingen."
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