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La Stampa - Italien | Freitag, 26. Juni 2009

Damals und heute

Der Schriftsteller Enzo Bettiza war 1979 Augenzeuge, als der Schah im Iran gestürzt wurde. In der liberalen italienischen Tageszeitung La Stampa vergleicht er die Ereignisse von damals und heute: "Der unvorhergesehene, fast plötzliche, totale Wandel des Regimes und des politischen Klimas hatte sich [damals] in einem Crescendo psychologischer Vorwarnungen und physischer Gewalttaten vollzogen. Mit ihren schnellen, von Wiederholungen geprägten, sich überstürzenden, unaufhaltsamen Rhythmen der Demonstrationen ähneln die Ereignisse von damals in vielerlei Weise den Protestkundgebungen und den Schrecken der Unterdrückung, die seit zwei Wochen Teheran mit Blut überströmen. ... Der Schöpfer der schiitischen Theokratie [Ruhollah Musawi ] Khomeini hatte [damals] der jubelnden Menge verkündet: 'Das Gesetz gehört dem Volk und keine Regierung hat das Recht, es für sich selbst zu sichern. ... ' Seitdem sind 30 Jahre vergangen. Dieselben Worte, die damals die laizistische Tyrannei des Schahs delegitimierten, werden heute von mindestens der Hälfte der Iraner gegen die theokratische Tyrannei der klerikalen Erben Khomeinis gerichtet."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 26. Juni 2009

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