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Kathimerini - Griechenland | Sonntag, 28. Juni 2009

Er wollte nicht erwachsen werden

In der Tageszeitung I Kathimerini schreibt Maria Katsounaki über die Person Michael Jackson: "Man könnte sehr leicht von einem großen aber zutiefst gestörten Talent sprechen. Und zum Teil wäre es wahr. Wenn wir aber auf die Geschichte des Starkults und der Musikindustrie zurückblicken, ist es sehr schwierig, ein Idol ohne 'Eigenartigkeiten' zu finden. Jackson war Showbiz in seiner extremsten Version. Er reflektierte das absolute Problem, das Abenteuer Showbiz zu erleben, ohne dabei zu verlieren. In seinem Wahn attackierte er sein Gesicht, sein Äußeres. Weil er zu schwach war, seine inneren Turbulenzen zu bewältigen, hat er die Metamorphose seines Äußeren zum Teil einer Pop-Inszenierung gemacht. Durch seinen Glauben an übernatürliche Gaben ist er ins Land des Nirgendwo (Neverland) geflüchtet. Und er hat sich verloren. Weil er nicht Peter Pan war. Er wollte einfach nicht erwachsen werden."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 29. Juni 2009

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