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Correio da Manhã - Portugal | Mittwoch, 1. Juli 2009

Domingos Amaral über Obamas erste sechs Monate als US-Präsident

Sechs Monate nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Barack Obama zieht Domingos Amaral in der Tageszeitung Correio da Manhã eine Zwischenbilanz: "Wenn wir die Welt betrachten, stellen wir traurig fest, dass sich wenig geändert hat. Kurz vor dem von Obama festgelegten Truppenabzug kam es im Irak erneut zu Bombenanschlägen, und die Situation wird sicher noch schlimmer werden. Im Iran gab es Proteste. Aber es wird sich nichts ändern. Der harte Präsident [Mahmoud Ahmadinedschad] und die Ayatollahs machen jegliche Verhandlungen mit Obama unmöglich. In Afghanistan herrscht weiterhin Krieg, und ein Ende ist nicht in Sicht. In Pakistan ist die Lage instabil und gefährlich, und niemand kann sagen, wie die Zukunft sein wird. In Israel machen die Hardliner an der Macht nur minimale Konzessionen bezüglich eines zukünftigen Palästinenserstaates und erlauben weiterhin Siedlungen [in den besetzten Gebieten]. Auf der palästinensischen Seite hat sich die [radikal-islamische] Hamas noch weniger bewegt. Auch wenn Obamas Rede in Kairo eine große politische Änderung der US-Politik im Nahen Osten bedeutet, sind die Auswirkungen bislang sehr gering. Und wenn wir Nordkorea anschauen, wo die Provokationen des Diktators [Kim Jong Il] immer größer werden, können wir sagen, dass Obama die Welt nicht verändert hat."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 2. Juli 2009

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