La Repubblica - Italien | Donnerstag, 2. Juli 2009
Comeback der krummen Gurke
Carlo Petrini, Begründer der Slow Food-Bewegung in Italien, kommentiert die Reform der EU-Obst-und Gemüsemarktordnung in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica. Seiner Meinung nach reicht das Aufheben der ästhetischen Standards für die Ware allein noch nicht als Qualitätsbeweis: "Eine kleine Kulturrevolution, die scheinbar die Kleinbauern begünstigt, die noch das selbst angebaute Produkt ohne Spritzmittel und mit kleinen Schönheitsfehlern feilbieten. Der Syllogismus funktioniert aber nicht umgekehrt. ... Es reicht nicht, unansehnliche, hässliche Produkte zu haben, um sicher zu sein, dass sie gut und gesundheitsfördernd sind. ... Den Verbrauchern bleiben noch zwei Pfeile im Köcher [, um die Qualität eines Produktes einzuschätzen]. Der erste ist die Pflicht des Herkunftsnachweises der Produkte. ... Der zweite sind die Märkte der Landwirte selbst, die nicht nur voller guter, sondern auch voller schöner Dinge sind."
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