Die Welt - Deutschland | Freitag, 3. Juli 2009
Noch immer zu wenige Nato-Truppen
Zur US-Großoffensive in Afghanistan schreibt die konservative Tageszeitung Die Welt: "Die vom neuen Oberkommandierenden General Stanley McChrystal ausgegebenen Einsatzregeln definieren den Rahmen für Luftunterstützung weit enger als früher. Zudem wollen die Amerikaner überall kleine Außenposten errichten, die sofort zur Stelle sind, wenn die Bevölkerung Hilfe benötigt. Das ist eine der Lehren aus dem Irak: Nur wenn die Menschen glauben, dass die Soldaten dauerhaft bleiben, gehen sie das Risiko ein, sich gegen die Taliban zu stellen und die Truppen mit wichtigen Informationen über deren Schlupfwinkel zu versorgen. Für Helmand haben die Amerikaner genügend Soldaten bereitgestellt. Aber insgesamt sind immer noch viel zu wenige Nato-Truppen im weitläufigen Afghanistan, um das Konzept auch auf andere umkämpfte Regionen anzuwenden. Stabilität ist aber die Grundvoraussetzung für jeden zivilen Aufbau und für die Stärkung staatlicher Strukturen."
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