La Repubblica - Italien | Freitag, 3. Juli 2009
Obama ist ein Schachspieler, kein Duellant
Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica lobt das durchdachte Vorgehen des US-Präsidenten Barack Obama in Afghanistan: "Beobachtet man ihn [Obama] genau, ... dann begreift man, dass seine Vorgehensweise, seine Persönlichkeit und seine Geschichte nicht die der kriegerischen Feldherren sein kann, der Männer, die eine natürliche, manchmal unglücklich natürliche Begabung für die Fähigkeit haben, die Welt in Schwarz und Weiß zu sehen, eine Trennung zwischen uns und den anderen. ... Die Welt in der Obama sich bewegt, wie auch die Geschichte seiner Herkunft als Sohn von Europa und Afrika, ist eine graue Welt mit vielen Schattierungen. Sie gehört nicht zu der ideologischen Oberflächlichkeit, die, mystisch oder charakterbedingt, unerlässlich ist, um große und wahre Kriege in der Gewissheit zu führen, auf der Seite des absolut Richtigen und Guten zu stehen. Auch diese Offensive im Tal von Helmand ... hat etwas, das typisch für Obama ist. Sie ist der Zug eines Schachspielers, nicht der eines Duellanten, der bis zum letzten Blutstropfen kämpft."
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