Rue89 - Frankreich | Montag, 6. Juli 2009
Uiguren-Frage verbindet sich mit religiösem Kampf
Bei Zusammenstößen in der nordwestchinesischen Region Xinjiang zwischen der muslimischen Minderheit der Uiguren, Sicherheitskräften und der größten chinesischen Bevölkerungsgruppe, den Han, sind am Wochenende mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen. Die Webseite Rue89 analysiert das schwierige multiethnische Zusammenleben in China: "Seit 1949 und trotz des offiziellen Status als autonome Republik liegt Xinjiang fest in den Händen der Pekinger Zentralmacht. Ab 1950 wurde eine massive Auswanderungspolitik von Hans aus Ostchina durchgeführt. ... Diese Ansiedlung lässt zwei Gesellschaften mit widersprüchlichen Werten zusammenleben. ... Im Han-Viertel lebt man genauso wie in Ostchina, weit entfernt vom immer strenger werdenden Islam, der immer mehr zur Zuflucht für ausgegrenzte Uiguren wird. Die uigurische nationale Identitätsfrage verbindet sich zunehmend mit einem religiösen Kampf - wie in der gesamten unstabilen und unruhigen Region Zentralasien."
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