Corriere della Sera - Italien | Donnerstag, 9. Juli 2009
Chinas Stimme ist entscheidend
Die liberalkonservative Tageszeitung Corriere della Sera bescheinigt dem G8-Gipfel zwar Mut bei seinen Beschlüssen zum Klimaschutz, gibt aber die ausschlaggebende Rolle Chinas, dessen Staatschef Hu Jintao bereits abgereist ist, zu bedenken. "Zum ersten Mal haben sich die Acht verpflichtet, die Gasemission bis 2050 um 50 Prozent zu reduzieren. ... Und genau hier kommt Hu Jintao ins Spiel. Denn ohne die Teilnahme von China und Indien läuft das Abkommen Gefahr, eine Totgeburt zur Klimakonferenz von Kopenhagen zu werden, auf der das Kyoto-Nachfolgeprotokoll unterzeichnet werden soll. ... Heute wird sich die Abwesenheit von Hu Jintao bemerkbar machen. Vielleicht würde auch er das Abkommen ablehnen. Aber es ist unwahrscheinlich, dass seine kopflose Delegation Ja sagen wird. Und so wird man wieder hinter China herlaufen müssen, das heute wie niemals zuvor die Welt als Geisel hält."
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