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Libération - Frankreich | Samstag, 11. Juli 2009

Obama, der Afrikaner

Die Tageszeitung Libération meint, dass US-Präsident Barack Obama geschickt mit seiner Herkunft umgehe: "In Chicago kann Obama sagen, er kommt aus dem Mittleren Westen. In Accra kann er als Afrikaner reden. In Kairo zeigte er eine echte Beziehung zur muslimischen Welt, in der er als Kind aufgewachsen ist. Bei jemand anderem wären diese mehrfachen Identitäten zum Synonym von Konflikten und Ressentiments geworden. Barack Obama geht aber mit allen seinen Facetten locker um. Er lehnt keine ab. Er übernimmt diese harmonische und komplexe Mischung. Bestimmt deswegen betrachten ihn junge Afrikaner als 'einen von ihnen'. Die Beliebtheit von Obama auf dem Kontinent seines Vaters ist bewegend und tief. Sie ist auch positiv. Es ist kein Zufall, wenn Obama Ghana als erstes Ziel gewählt hat, um zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Als erstes Land Afrikas, das sich von der Kolonisierung befreit hat, ist Ghana ein afrikanischer und demokratischer Staat."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 13. Juli 2009

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