Cotidianul - Rumänien | Dienstag, 14. Juli 2009
Costi Rogozanu über die Kultur der Korruption in Rumänien
Eine aktuelle EU-Studie über "Verbrechen und Kultur" hat festgestellt, dass "rumänische Bürger Korruption als normalen Weg ansehen, um Dinge zu lösen". Das kommentiert die Tageszeitung Cotidianul: "Die Korruption wird bei uns, und ich scherze nicht, immer noch als Form des Widerstands verstanden. Einige werden durch Kultur Widerstand leisten. Doch die meisten haben mit Diebstahl überlebt. Und der Diebstahl ist weiterhin eine Form des Protestes geblieben. Bei uns existiert keine Protest- und Kritikkultur, sondern die Kultur des mutlosen Diebstahls. Ohne Diebstahl und Korruption hätte man nicht in der Ceauşescu-Zeit [, der sozialistischen Diktatur von Nicolae Ceauşescu,] überleben können. Das ist ein einleuchtendes Prinzip. Die Wahrheit ist: Ohne den kleinen Diebstahl, hätten wir in den 1980er Jahren kaum etwas zu essen gehabt. Nur wurde dieser Diebstahl aus kommunistischen Zeiten als notwendige Eigenschaft auf die kapitalistische Tagesordnung übertragen. Mit anderen Worten: Ein [geklautes] Luxus-Auto macht heute einen Teil des Paradigmas der Notwendigkeiten aus."
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