Gândul - Rumänien | Dienstag, 14. Juli 2009
Russland bleibt Akteur auf dem europäischen Energiemarkt
Die Tageszeitung Gândul meint, dass Russland trotz des Nabucco-Projekts eine wichtige Rolle auf dem europäischen Energiemarkt spielen werde: "Angesichts der 20 Milliarden Euro, die die Russen als Kosten für South Stream geschätzt haben, ist Nabucco ein wahres Schnäppchen: es kostet 'nur' acht Milliarden Euro. Das große Problem ist nur, dass das Geld für Nabucco nicht nur von der EU oder den Teilnehmerstaaten (die inmitten der Wirtschaftskrise sowieso nicht in zwei Projekte gleicher Art investieren werden) kommt: Es muss auch Privatinvestitionen geben. Die großen Westfirmen haben jedoch bereits entschieden, dass South Stream mehr Chancen hat, weil es [mit Rohstoffen] gefüttert werden kann. Wie sonst lässt sich die Entscheidung Deutschlands und Frankreichs erklären, die Gelder für Nabucco zu kürzen, wenn es das einzige europäische Projekt ist? Gestern haben in Ankara die Europäer und die Amerikaner zugegeben, was sie sieben Jahre lang verneint haben: es geht nicht ohne Russland. Der nächste Schachzug gehört den Akteuren im Kreml."
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