Kathimerini - Griechenland | Dienstag, 14. Juli 2009
Es ist wichtig zu fragen, wo Flüchtlinge landen
Griechische Behörden haben vor wenigen Tagen zwei provisorische Flüchtlingslager in der Hafenstadt Patras abgerissen. Dutzende Flüchtlinge wurden festgenommen, darunter viele Minderjährige. Die konservative Tageszeitung Kathimerini befürwortet die Zerstörung, kritisiert aber das Vorgehen der Polizei: "Niemand weiß derzeit, wo all diejenigen, die bei den Polizeieinsätzen verhaftet wurden, zusammengepfercht sind. Es sind unsichtbare Menschen in den Händen von anonymen Polizisten. Die Lage wird künftig wahrscheinlich schlimmer sein, weil die Regierung in absoluter Gleichgültigkeit gegenüber dem Problem [die Polizeieinsätze gegen Flüchtlinge] gleich in der Nacht nach den Europawahlen verschärft hat. So ist es sicher, dass zu Lasten der Migranten und des internationalen Bildes unseres Landes viel schief gehen wird. ... All dies hat nichts mit der Zerstörung der elenden Slums in Patras zu tun. Deswegen ist es besser, dass wir nachdenken, wo diese Menschen landen werden, und nicht, was sie hinter sich gelassen haben."
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