Gândul - Rumänien | Donnerstag, 30. Juli 2009
Einbürgerung der Moldauer ist notwendige symbolische Maßnahme
Bei der Neuwahl des Parlaments der Republik Moldau am gestrigen Mittwoch haben die vier Oppositionsparteien nach vorläufigen Ergebnissen eine Mehrheit der Stimmenanzahl errungen. Dies stellt eine Niederlage für den regierenden kommunistischen Präsidenten Wladimir Woronin dar. Zur Wahl schreibt Die Tageszeitung Gândul über das Verhältnis Rumäniens zu Moldau: "Die Generation, die nicht mehr so jung ist, denkt pragmatisch: Was würde es uns helfen, uns mit den Brüdern jenseits des Pruth [Grenzfluss zwischen Rumänien und Moldau] zu vereinigen? Es ist ein Land, das wirtschaftlich hinter Rumänien liegt und uns zurückwerfen könnte. ... Eine aktuelle Umfrage bestätigt zugleich eine Realität, die uns wenig Ehre macht: Die Rumänen belegen europaweit den letzten Platz, was das Nationalgefühl angeht. ... Paradoxerweise wollen tausende Moldauer Rumänen werden und zeigen sich so patriotischer als die Rumänen selbst. ... Eine 'Beschleunigung' der Vergabe der Staatsbürgerschaft wird höchstens dazu führen, dass einige hundert Anfragen mehr bearbeitet werden. Doch ist dies eine notwendige symbolische Maßnahme."
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