Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Mittwoch, 12. August 2009
Entwicklung fördern aber Distanz halten
Myanmars Regime hat die Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt. Die Neue Zürcher Zeitung analysiert einen möglichen Umgang demokratischer Staaten mit der Militärjunta des Landes: "Das Trauerspiel in Burma kann weitergehen. Es ist nicht zu erwarten, dass die seit 1962 herrschenden Militärs ihre Macht bei den angekündigten Wahlen [2010] abgeben werden. Ob sie mit der berechnenden Milde im jüngsten Prozess allenfalls eine gewisse Gesprächsbereitschaft signalisierten, ist noch nicht abzuschätzen. Grosse Skepsis ist angebracht. ... Entwicklung zu fördern, statt eine Isolierung zu betreiben, die ohnehin höchst unvollständig ist, wirkt einleuchtend. Das Problem dabei ist allerdings, die notwendige Distanz zu den Despoten zu halten. Denn wer sich von ihnen politisch nicht abgrenzt, wird mitverantwortlich für die Zustände im Land."
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