Le Figaro - Frankreich | Montag, 17. August 2009
Verfahren gegen Französin war manipuliert
Am Sonntag ist die französische Studentin Clotilde Reiss, die Anfang Juli in Teheran festgenommen wurde, aus der Haft entlassen worden. In seinem Geopolitikblog für die rechtskonservative Tageszeitung Le Figaro kritisiert Pierre Rousselin das Verfahren gegen Reiss: "Die Freilassung gegen Kaution von Clotilde Reiss bestätigt, dass das Verfahren, das inszeniert wurde, um die Protestbewegung im Iran in Verruf zu bringen, nur eine ungeschickte Manipulation war, die gescheitert ist. Die junge französische Studentin verfügte über das Profil, das von den Staatsanwälten eines Regimes in äußerster Bedrängnis gesucht wurde. Dieses möchte so sehr Opfer einer ausländischen Verschwörung werden. Jedoch konnte man keinen Vorwurf gegen sie [Reiss] aufrecht erhalten. Die Justizparodie, deren Rhythmus von stalinistischen und abgesprochenen 'Geständnissen' dutzender Mitangeklagter bestimmt wurde, war für den internen Gebrauch. .... Das Maskenspiel musste aufhören."
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